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Vorwort
Von unserem Heimatdorfe Glumpenau kannte man meines Wissens bisher nichts über seine Entstehung oder aus seinen Anfängen in früheren Jahrhunderten und daher sollen die nachfolgenden Seiten mit ihren Aufzeichnungen einen Aufschluss geben. Ich bin mir dabei aber auch bewusst, dass diese schriftlichen Aufzeichnungen noch Lücken aufweisen, jedoch wird es schwer sein diese zu füllen.
Wir aus unserer Heimat durch ein hartes Schicksal Vertriebenen, leben nun schon 8 Jahre1 in der Fremde. Wohl wandern unsere Gedanken Tag für Tag zurück in die liebe Heimat, in unser altes Dorf. Aber diese Gedanken und Traumbilder fangen schon an langsam zu verschwimmen und undeutlicher zu werden. Dann nehmen wir die Bilder derselben, soweit wir noch welche besitzen zur Hand und betrachten sie uns immer wieder. dann finden wir Trost und Mut und neues Hoffen auf eine Rückkehr. Nichts anderes will das Buck, uns wieder das alte Gesicht der Heimat, die landwirtschaftlich gesegneten Fluten der Feldmark und des Dorfes zeigen. Es ist aber auch für die jüngere Generation zur Erhaltung des Heimatgutes und des Brauchtums alles niedergeschrieben, sowie auch für die, denen einmal das Glück vergönnt sein sollte, wieder in das alte Dorf unserer Vorfahren zurückzukehren. Sie sollen dann wissen, hier saßen unsere Eltern und Großeltern, hier führten sie den Pflug, diese Flur nannten sie so und die andere mit diesem oder jenem Namen.
So sind die nachfolgend von mir freihändig aufgezeichneten Skizzen, Aufschreibungen, die Bildersammlungen bereits vor Jahren entstanden. Die urkundlichen ... verdanke ich meinem Heimatfreund, dem ... Herrn Pfarrer Müller, gebürtig aus Mainz und die Bildersammlung meinem verstorbenen Bruder August Wahner. Dank meinem guten Gedächtnis konnte ich den Dorfplan, den Kirchengrundriss und anderes maßstabgetreu wieder darstellen.
Geschrieben zu Mainz am Rhein im Frühjahr 1954
Josef Wahner
1 Die Chronik ist 1954 geschrieben, alle Angaben sind relativ dazu zu verstehen